Stressfrei im Büro

Seit mindestens zehn Jahren sind die AU-Tage aufgrund von psychischen Störungen angestiegen (BKK Gesundheitsreport 2018). Diese Kennzahl spiegelt wieder, dass der Umgang mit Stress am Arbeitsplatz einen sehr hohen Stellenwert haben sollte.

Von einem zum nächsten Termin hetzen, sich durch den überfüllten Kalender plagen, lange To-Do-Listen abarbeiten, störende Anrufe entgegennehmen, unklare Aufgabenstellungen lösen oder ganz im Gegenteil sogar Langeweile schieben? Wer lässt sich davon nicht stressen?

Diese und noch weitere Faktoren sind häufige Ursachen dafür, dass der Stresspegel im Berufsalltag ansteigt.

Physiologischer Hintergrund

Ergibt sich im Arbeitsalltag eine Situation, beispielsweise die Angst einer neuen Aufgabe nicht gewachsen zu sein, kann dies bei den Mitarbeitern zu einer Stressreaktion führen. Infolgedessen werden entsprechende Teile des Gehirns aktiviert und Stresshormone (Adrenalin, Cortisol) ausgeschüttet. Dadurch werden unter anderem der Blutdruck und die Herzaktivität gesteigert, sodass der Körper in dieser stressigen Situation vermehrt Sauerstoff und Energie erhält. Bedingt durch die Hormonausschüttung kommt es ebenfalls zu einer beschleunigten Atmung sowie zu angespannten Muskeln. Somit ist der Mitarbeiter für die kommende, nervenaufreibende Gegebenheit gerüstet.

In welchem Ausmaß sich der immer wiederkehrende Stress auswirkt, ist sehr individuell und bei jedem Mitarbeiter verschieden, da die Nachwirkungen nicht willkürlich ausgewählt werden.

Als Folge von Stresssituationen entwickeln einige Mitarbeiter Muskelverspannungen. Auf körperliche Ebene können noch weitere Auswirkungen hervorgerufen werden, unter anderem Verdauungs- oder Herz-Kreislauf-Probleme. Andere klagen wiederum über Erschöpfung, Müdigkeit und Abgespanntheit.

Faktoren, die Stress auslösen können

Nicht nur Termin- und Leistungsdruck können zu Stress führen. Auch das gleichzeitige Erledigen von Aufgaben, sich immer wiederholende Arbeitsaufgaben sowie Arbeitsunterbrechungen sind mögliche Faktoren, die das Stresslevel der Mitarbeiter ansteigen lassen. Darüber hinaus sind Über- oder Unterforderung sowie unklare Aufgabenstellungen und Zeitdruck weitere Punkte, die als Stressauslöser gelten. Zuletzt können auch Umgebungsbedingungen wie Lärm, Zugluft oder Kälte Stress bei den Mitarbeitern hervorrufen.

Folgen von Stress

Zieht sich der Stress über einen längeren Zeitraum, steigt auch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Krankheiten an. Da das Immunsystem dem Stress nicht konsequent entgegenarbeiten kann, kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem es den Belastungen nicht mehr standhalten kann und Infektionskrankheiten sozusagen „freie Bahn“ gibt.

Des Weiteren fühlen sich gestresste Mitarbeiter oftmals erschöpft und ausgelaugt oder klagen beispielsweise über Verdauungsprobleme.

Es bestehen weitere Warnsignale, die darauf hindeuten können, dass das aktuelle Stressniveau zu hoch ist. Dazu zählen unter anderem Kopfschmerzen, Verspannungen (vor allem im Nacken-, Schulterbereich), Schlaflosigkeit oder nächtliches Zähneknirschen. Treten diese Signale vermehrt auf, ist es höchste Zeit für einen Ausgleich zu sorgen. Dafür werden nachfolgend einige Maßnahmen aufgeführt.

Tipps, um Stress zu reduzieren bzw. vorzubeugen

·         regelmäßige Bewegung (z.B. Fahrrad fahren, spazieren)

·         optimales Zeitmanagement (Überblick über zu erledigende Aufgaben schaffen)

·         kleine Bewegungspausen während der Arbeitszeit einlegen

·         freie Zeiten mit Aktivitäten füllen, die Freue bereiten (z.B. Freunde / Familie treffen)

·         den Tag mit einem gemütlichen Frühstück beginnen

·         Pausen fest einplanen

·         Entspannungsübungen durchführen

·         bestehende Regelungen zu Arbeits- und Ruhezeiten einhalten

Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Thema benötigen, kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie unsere Webseite: https://ergosquad.de/

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